Aufbau der Schutzzäune in Dresden hat begonnen - Nach Jahren der
Trockenheit weniger Froschlurche.
Frösche, Kröten und Molche
begeben sich bald wieder auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern. Alle
heimischen Lurche sind für ihre Fortpflanzung auf Wasser angewiesen. Damit die
Amphibien im Frühjahr aktiv werden, muss sich der Boden ausreichend erwärmt
haben und feuchtwarme Witterung einsetzen.
René Herold, Leiter des Umweltamtes Dresden: „Auf dem Weg von ihren
Winterquartieren zum Wasser, müssten die Tiere auch stark befahrene Straßen
queren, beispielsweise die Ullersdorfer Landstraße oder die Langebrücker Straße
in Dresden Klotzsche. Damit die geschützten Tiere nicht überfahren werden,
lassen wir Amphibienschutzzäune aufbauen.“
Der
Regiebetrieb der Landeshauptstadt installiert die Zäune an zehn Stellen in
Dresden mit einer Gesamtlänge von etwa 4,7 Kilometern, unter anderem am Rand der
Dresdner Heide, im Lotzebachtal und in Altfranken. Sie werden voraussichtlich
Mitte bis Ende April 2025 wieder abgebaut.
Anwohner, Naturschutzhelfer oder Mitglieder von Naturschutzverbänden betreuen
die Amphibienzäune ehrenamtlich. Die Lurche fallen in am Zaun eingegrabene Eimer
und werden dann über die Straße getragen. Herold: „Wir haben auch in diesem Jahr
genügend Freiwillige, die uns unterstützen. Dafür sind wir sehr dankbar“.
Eine Entwicklung bereitet dem Umweltamt Sorge.
Herold: „Die sehr trockene Witterung in den vergangenen Jahren hat die Zahl der
Lurche deutlich reduziert. 2018 haben wir über 11.000 Tieren über die Straße
geholfen. 2022 zählten die ehrenamtlichen Helfer nur noch knapp 4.500 Amphibien.
Neuere Zahlen werden noch ausgewertet. Für dieses Jahr bleibt zu hoffen, dass
sich die Bestände nach dem relativ feuchten 2024 stabilisieren.“
Im Dresdner Stadtgebiet begeben sich hauptsächlich Erdkröten und
Grasfrösche auf Wanderung, aber auch seltene Vertreter wie die Knoblauchkröte
oder der Springfrosch sind vereinzelt anzutreffen. Sie alle zählen zu den
gesetzlich geschützten Arten. Der Springfrosch ist einer der ersten Wanderer des
Jahres. Er ist bereits Mitte Februar zu entdecken.
Das Foto zeigt ein
Erdkrötenpaar auf Wanderung zum Laichgewässer.
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