Die Nutzung von Mährobotern in den
Abend- und Nachtstunden gefährdet Igel und andere nachtaktive Tiere wie
beispielsweise Amphibien.
Mähroboter bewegen sich autonom
und geräuscharm und sind daher für diese Tiere eine erhebliche Gefahrenquelle.
Beim Kontakt mit einem Mähroboter flüchten Igel nicht, sondern rollen sich
zusammen, so dass es zu Schnittverletzungen kommen kann, die nicht selten nach
langer Leidenszeit zum Tod der Tiere führen.
Nach § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz liegt in solchen Fällen ein Verstoß
gegen das Verletzungs- und Tötungsverbot vor.
Hintergrund
In Deutschland und in anderen Ländern wurde in
den letzten Jahrzehnten eine Bestandsabnahme des bei uns heimischen und früher
überall zahlreich vertretenen Westeuropäischen Igels (Erinaceus europaeus)
beobachtet. Igel finden in Grün- und Parkanlagen sowie Friedhöfen geeignete
Ersatzlebensräume, so dass die Bestände in den städtischen Bereichen zum Teil
die in der freien Landschaft übertreffen.
Insbesondere naturnahe Gärten bieten hier viel Potenzial. Städte stellen somit
ein wichtiges Refugium für diese Art dar und tragen eine besondere Verantwortung
für ihren Schutz. Das Verbot der nächtlichen Inbetriebnahme von Mährobotern ist
daher ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, da es eine gravierende
Gefahrenquelle sowohl für Igel als auch für andere betroffene Tiere, wie
beispielsweise Erdkröten und andere Amphibien, minimiert.
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